Schlagwort-Archive: Aktivisten

NGOs – Weltverbesserer, Ideologen und Abzocker

Wie heißt es so schön: Alles hat zwei Seiten. Das trifft auch auf die NGOs zu, die täglich in den Medien für Aufmerksamkeit sorgen.

Eine NGO (Non-governmental organization) ist eine Nichtregierungsorganisation oder nichtstaatliche Organisation die zivilgesellschaftlich als Interessenverband entstand. Somit sind die Aktivitäten der NGOs nicht durch ein öffentliches Mandat legitimiert.

NGOs gibt es seit Jahrhunderten und sie greifen tief in das gesellschaftliche Leben ein. Als wohl erste Organisation dieser Art gilt die Kirche. Es folgten viele weitere in fast allen Bereichen des menschlichen Zusammenlebens, so auch das Rote Kreuz.

Nach dem 1. Weltkrieg entstanden dann wichtige internationale NGOs, so die Internationale Handelskammer und der Internationale Gewerkschaftsbund.

Zivilrechtliche Organisationen, in Deutschland fast immer als Verein eingetragen, sind in einer pluralistischen, demokratischen Gesellschaft gewollt, da sie Bürgerinteressen vertreten, das Gemeinwohl fördern oder humanitär tätig sind. Ohne diese NGOs wäre unsere Gesellschaft um vieles ärmer.

Die meisten dieser Organisationen machen eine gute Arbeit, ohne dabei jedoch in der ständigen öffentlichen Wahrnehmung zu stehen und die die allermeisten der Mitglieder sind ehrenamtlich tätig, was Hochachtung verdient.

Seit einigen Jahren/Jahrzehnten haben sich nationale und internationale NGOs gebildet, deren Fokus auf Tier-, Umwelt- und Klimaschutz und Menschenrechten liegt. Auch dieses Engagement ist notwendig und zu begrüßen. Die Vertreter dieser Organisationen werden oftmals als Aktivisten bezeichnet.

Man sollte diesen Begriff allerdings nicht in diesem Zusammenhang führen. Der Aktivist spielte in der DDR eine tragende Rolle. Er war anerkannt, geschätzt und auch geachtet, geliebt wurde er nicht. Der Aktivist beeinflusste durch sein Engagement die Normen seiner Kollegen, da kommen keine Freundschaftsgefühle auf.

Die, die sich heute Aktivisten nennen oder so genannt werden, wissen davon wohl wenig. Die Bezeichnung spielt wohl auch nicht die entscheidende Rolle. DDR-Aktivisten und NGO-Aktivisten, beide hatten/haben den Anspruch eine Vorreiterrolle einzunehmen: Lobenswert! Jedoch sind auch beide ideologisch geprägt. Die DDR-Aktivisten waren gesetzestreu, die der genannten NGOs hingegen ignorieren die Gesetze immer häufiger. Ihre Ideologie geht dabei soweit, dass jeder anderes Denkende belehrt und geschulmeistert wird. Auch das ist kein Problem, in einer Demokratie hat jeder das Recht seine Meinung und somit auch seine Ideologie zu vertreten, so lange das im Einklang mit den Gesetzen erfolgt.

Leider scheren sich viele NGOs immer weniger um diese demokratischen Grundregeln. Im Rahmen ihrer Aktionen werden geltenden Gesetze in einer Regelmäßigkeit verletzt, die Gegenmaßnahmen erfordern. Jedoch muss der Ehrlichkeit halber zugestanden werden, dass sie im Gegensatz zu Links- und Rechtsradikalen kaum Gewalttaten begehen. Dennoch: Auch ungenehmigte Aktionen, Betriebsbesetzungen, das Eindringen in privatwirtschaftliche Einrichtungen, das widerrechtliche Besetzen von Aktionsräumen, die Verursachung von schweren wirtschaftlichen Schäden und viele weitere gesetzwidrige Handlungen sollten vom Staat und der Gesellschaft nicht länger toleriert werden. Wenn derartige Gesetzesverstöße von Privatpersonen begangen werden, so folgen harte staatliche Maßnahmen. Bei NGOs hingegen erfolgt – fast nichts. Zudem: Als erfahrener Medienvertreter kann ich den Leitmedien, insbesondere den öffentlich-rechtlichen, nur anraten ihre diesbezügliche Berichterstattung und Kommentierung für die Zukunft ernsthaft zu überdenken. Dafür steht beispielhaft die Hype um Greta Thunberg, einer jungen Frau, die gerade die Grundschule abgeschlossen hat und keine weiteren Expertisen aufzuweisen hat. Ihr Klimaschutz-Engagement ist hoch anzuerkennen, sie dennoch zu einer Ikone und einer der 100 einflussreisten Persönlichkeiten hochzujubeln, ist nur der Lächerlichkeit Preis zu geben.

Etwas anderes bei diesen NGOs stört und verärgert mich aber noch mehr. Die Ikone des Kommunismus, Karl Marx, hat 1870 geschrieben: „Es ist eine Zeit angebrochen, wo alles, was die Menschen bisher als unveräußerlich betrachtet haben, Gegenstand des Profits wird. Es ist dies die Zeit, wo selbst Dinge, die bis dahin mitgeteilt wurden, gegeben, aber nie verkauft, erworben, aber nie gekauft: Tugend, Liebe, Überzeugung, Wissen, Gewissen, wo mit einem Wort alles Sache des Handels geworden ist. Es ist die Zeit der allgemeinen Korruption, der universellen Käuflichkeit oder, um die ökonomische Ausdrucksweise zu gebrauchen, die Zeit in der jeder Gegenstand, ob physisch oder moralisch, als Handelswert auf den Markt gebracht wird.“

Wer sich nun fragt, was die Aussage von Karl Marx   mit meiner Kritik an genannten NGOs gemein hat, den werde ich nun aufklären. Wer für das selbsternannte Gute auf dieser Welt eintritt dem sollte Respekt, Anerkennung und Achtung gezollt werden. Wenn jedoch die Leitfiguren dieser Organisationen, und dazu zähle ich auch die Kirche und mit ihr verbundenen Organisationen, sechsstellige Jahresgehälter kassieren, so fehlt mir als Demokrat, Steuerzahler und langjähriger Selbstständiger dafür jedes Verständnis. Es ist eine Anmaßung für einen Job mit vergleichsweise wenig Verantwortung und ohne Haftungsrisiko, also für einen Job, bei dem man problemlos von einem Tag auf den anderen ausgetauscht werden kann, solche Gehälter zu kassieren. Das Jahresgehalt einer Altenpflegerin, ist oftmals nicht höher als das Monatsgehalt der NGO-Manager. Die Einnahmen dieser NGOs resultieren im Wesentlichem aus Spenden und Fördergeldern (Steuermitteln). Wenn ich für die Verbesserung der Welt eintrete, sollte ich dann nicht auch persönlich etwa bescheiden bei den eigenen Ansprüchen und Forderungen auftreten?

Hier nun die Gehälter einiger deutscher NGO-Manager:

Brot für die Welt: 

Präsidentin: 116.787,90 EUR (zzgl. 55.292,60 EUR Versorgungsumlage)

zweiter Vorstand: 130.880,10 EUR (zzgl. 6.000,00 EUR Unterstützungskasse)

dritter Vorstand: 144.777,05 EUR; alles brutto

Welthungerhilfe:

Vorstände und leitende Angestellte: bis 155.000 EUR Jahresgehalt.

UNICEF Deutschland:

151.700 EUR für den Vorstand, Bereichsleitung Marketing: 130.100 EUR, Bereichsleitung Finanzen: 124.600 EUR, sonstige Bereichsleiter: 119.800 EUR; alles brutto und ohne gesetzl. Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung und Altersvorsorge.

SOS Kinderdorf:

Die drei höchsten Jahresgehälter zusammen: 471.489,87 EUR (Durchschnitt also: 157.163,29 EUR),

Greenpeace Deutschland

Keine exakten Abgaben: 3 Geschäftsführer und 4 Millionen Euro Verwaltungskosten.

 

Misereor:

Geschäftsführung 2015 (3 Mitglieder) jeweils: 278.000 EUR

Deutsche Umwelthilfe:

113 Mitarbeiter – laut Geschäftsbericht 110.334 Euro Durchschnittsgehalt

BUND:

2013 wurde die Vergütung des Vorstands auf 85.000 Euro/Jahr reduziert.  Die Bundesgeschäftsführerin und der Bundesgeschäftsführer haben ein Jahresgehalt von 79.545 Euro (für eine 90-Prozent-Stelle) bzw. 94.500 Euro.

Leider machen die meisten NGOs ein Geheimnis um die Manager-Spitzengehälter. Warum wohl? Kann man vielleicht ein schlechter Gewissen vermuten?