Archiv der Kategorie: Wissenschaft

In der Wissenschaft wird fleißig gearbeitet und geforscht, jedoch braucht es ab und an auch einen klugen Gedanken. Denn wenn alle Berechnungen versagen ist dies nicht Zufall, sondern Unwissen.

Bernd Sternal

Der gläserne Sportler ist Realität

Die deutsche Handball-Bundesliga wartet seit dem Start der Saison 2019/2020 mit einem interessanten Detail auf. Ein Computer-Chip, der in die neuen Trikots und Bälle eingenäht ist, macht den Sport digital und sorgt dafür, dass kein Detail des Spiels mehr verborgen bleibt. Die technische Weiterentwicklung ist für vieles im 21. Jahrhundert eine Herausforderung, so auch im Handball.

Der Chip erfasst das Tempo, die Anzahl der Pässe, die Wurfgeschwindigkeit sowie die Sprunghöhe der Spieler und stellt die dabei gewonnen Daten einer speziellen Software zur Verfügung. Damit werden alle Leistungsdetails der Spieler sichtbar.

Photo Pixabay Photo Pixabay

Die Favoriten haben bisher das Nachsehen

Im Mai 2019 gab die deutsche Handball-Bundesliga die zukünftige Verwendung dieser neuen Technologie bekannt, seit August dieses Jahres ist die Innovation bereits im Einsatz. Nun konzentriert sich alles auf die Jagd von Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt.

Doch weder der Geheimfavorit SC Magdeburg noch der von vielen Experten hoch gehandelte THW Kiel, sondern TSV Hannover-Burgdorf führte lange Zeit die Tabelle an. Zuletzt erreichte der Spitzenreiter beim Mittelständler HSG Wetzlar nur ein 25:25 (15:12), daher galten die Hannoveraner auch nicht als Favorit im nächsten Spitzenspiel gegen THW Kiel. So gaben beispielsweise die Buchmacher dem Team auf Betway nur eine Quote von 6,25 (Stand 15.11) auf einen Sieg in Kiel. Sie sollten Recht behalten. Der Tabellenführer verlor das Spiel ganz klar mit 32:23. Bisher kam die Überraschungsmannschaft jedenfalls mit der neuen Technologie am besten zurecht.

Schließlich gilt es auch hier, die Schranken im Kopf zu überwinden. Das Wissen, dass jede Bewegung aufgezeichnet, analysiert und kritisiert wird, ist schließlich keine Kleinigkeit und muss dementsprechend verarbeitet und akzeptiert werden. Der Mensch ist nun einmal ein Gehirn-Wesen, das Informationen speichert und damit umgehen lernt. Nur wer das Spielfeld mit klarem Kopf betritt, ist stark genug, seine volle Leistung zu erbringen.

Welche Erkenntnisse werden dabei gewonnen?

Die ersten Ergebnisse der Auswertungen überraschten wenig und bestätigten das, was man ohnehin schon wusste. Das Tempospiel des SC Magdeburg spiegelte sich auch in den Daten wider. Gleich drei Spieler des Teams schafften es in die Top 5 der schnellsten Spieler der Liga.

Positiv wurde von vielen Experten die reibungslose Integration der Technik gelobt. Bis auf einige Ballwechsel in den ersten Spielen gab es keine großen Probleme. Werte wie Laufdistanz, Geschwindigkeit, Wurfgenauigkeit und die Rotation des Balles sind nun öffentlich zugänglich. Möglich wird dies durch die Zusammenarbeit der deutschen Handball-Bundesliga mit einem Unternehmen, das auf die Erfassung und Auswertung von Echtzeitdaten spezialisiert ist. Der Vertrag läuft fünf Jahre lang, die Umsetzung der neuen Technologie hat rund fünf Millionen Euro gekostet.

Die Vorteile liegen auf der Hand. Auf der einen Seite erhalten die Vereine und ihre Trainer alle Leistungsdaten, die für die Weiterentwicklung der Spieler und des Trainings notwendig sind. Auf der anderen Seite stehen für die Aufbereitung der Spiele und deren Analyse in den Medien noch mehr Daten zur Verfügung, die eine Leistungsbeurteilung leicht machen und vollständige Transparenz sicherstellen. Fast 110 Jahre nachdem der Pionier Emil Mechau seinen ersten Filmprojektor dem Publikum vorgestellt hatte, ist der gläserne Sportler Realität geworden.

Drei Hersteller fehlen noch

Einen Wehrmutstropfen gibt es allerdings. Noch können die Computerchips nicht in allen Handbällen eingesetzt werden. Derzeit verwendet nur einer von insgesamt vier Herstellern den Chip, nur sechs Mannschaften der deutschen Handball-Bundesliga können den Ball daher in ihren Heimspielen einsetzen. Der Geschäftsführer der Liga versucht daher, nun auch die anderen Hersteller von der Sinnhaftigkeit der neuen Technologie zu überzeugen. Nur so können mittelfristig repräsentative Daten erhoben und verglichen werden.

Nach den bisherigen Erfahrungen hat sich gezeigt, dass die Zuschauer mehr an den Daten aus den Bällen, als an den Daten aus den Trikots der Spieler interessiert sind. Sie können die Echtzeit-Daten während der Spiele über die Homepage der deutschen Handball-Bundesliga oder über die Social-Media-Kanäle der Vereine mitverfolgen. Geplant ist zukünftig auch der Zugriff über die App der Liga.

Daten intelligent lesen

Für die Vereine bieten sich jetzt völlig neue Möglichkeiten an, die Spielweise ihres Teams zu analysieren und das Training an die Schwachstellen anzupassen. Das Wurfbild zeigt, wo die Spieler besonders gut, bzw. besonders schlecht treffen. Angriffs- und Abwehrformationen können analysiert und zur optimalen Vorbereitung auf Spiele genutzt werden.

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Ob der Einsatz dieser neuen Technologie dem deutschen Handball international Vorteile bringen wird oder nicht, bleibt offen. Das Tracking ist noch zu jung, um jetzt schon Mehrwerte ausmachen zu können. Das reine Messen der Daten wird zu wenig sein. Berühmte „Vorbilder“ in anderen Sportarten beweisen, dass Tempo und Laufleistung noch lange keinen guten Spieler ausmachen.

So läuft Fußball-Superstar Lionel Messi relativ wenig und Basketball-Legende LeBron James gilt überhaupt wie auf Spox berichtet als der langsamste Spieler in seinem Team. Sie beweisen, dass es im Sport auch auf Kreativität und Intelligenz ankommt, wenn es darum geht, an die Spitze zu kommen.

Keltische Slavenjäger im Harz

In den nord- und mitteldeutschen Mittelgebirgen gab es schon lange vor den mittelalterlichen Schutzburgen aus Stein ein Netz aus befestigten Fluchtburgen, die auf ausgewählten Höhenlagen angelegt wurden. Diese Standorte waren auch in den folgenden Jahrhunderten von strategischem Interesse und wurden daher, zum Teil mehrfach, überbaut. An diesen Standorten sind diese vorzeitlichen Fluchtburgen daher nur noch schwer nachzuweisen, am ehesten durch archäologische Grabungen. Dort wo diese Hinterlassenschaften noch erkennbar waren, beflügelten sie die Phantasie der Menschen und fanden ihre Erklärung in Sagen, Mythen und Legenden.

Heute, in unserer wissenschaftlich geprägten Welt, haben wir die Erkenntnisse gewinnen können, dass die Ursprünge dieser frühen Befestigungsanlagen in die späte Eisenzeit, die so genannte Latènezeit, einzuordnen sind. Von der Wissenschaft wurden bisher angenommen, dass es sich diesbezüglich um befestigte Höhensiedlungen gehandelt haben muss. Diese Höhenstandorte sind allerdings wenig geeignet für Siedlungszwecke, da sie unwirtlich und der Zugang zu ihnen fast immer sehr schwer zugänglich ist. Außerdem verfügen sie fast ausnahmslos über kein Wasser.

So lag, nach archäologischen Untersuchungen einiger dieser Befestigungsanlagen in den nord- und mitteldeutschen Mittelgebirgen, durch entsprechende interpretationsfähige Fundhorizonte, der Schluss nahe, dass Höhensiedlungen ausgeschlossen werden können. Nach Dr. Erhard Cosack, kann davon ausgegangen werden, dass diese Befestigungsanlagen als nördliche, keltisch beeinflusste Oppida anzusprechen sind, erbaut als Fluchtburgen, für die nahe liegenden Siedlungen. Als nördlichste davon wird die Pipinsburg bei Osterode angesehen.

Rekonstruktion der Pipinsburg bei Osterode. Gezeichnet von Wolfgang Braun.
Rekonstruktion der Pipinsburg bei Osterode.
Gezeichnet von Wolfgang Braun.

Das Szenario, dass von den Archäologen gezeichnet wird, könnte folgendermaßen ausgesehen haben:
Die Siedlungsbewohner am Fuße der Pipinsburg vernehmen das allen bekannte Alarmsignal einer Wache. Es besagt – die Kelten kommen – Eile ist geboten, um Bewohner sowie Hab und Gut in Sicherheit zu bringen. Hastig wird, mit allem was mit zunehmen ist, die Befestigungsanlage auf dem Nordhang der Osteroder Kalkberge aufgesucht. Der Weg dorthin ist beschwerlich, daher lassen die Dorfbewohner ihr Vieh zurück, in der Hoffnung bald wieder in ihre Siedlung zurückkehren zu können. Das sollte sich als Trugschluss herausstellen. Die Kelten, alles gestandene, erfahrene Krieger, suchen nach Beute und sie machen die Fluchtburg ausfindig. Die bietet zwar Schutz, ist aber auch schon von weitem auszumachen. Die Vorharzbewohner sind Bauern und Handwerker, sie können zwar mit Schwert, Dolch und Lanze umgehen, den kriegserprobten Kelten haben sie aber wenig entgegenzusetzen, zumal sie auch Frauen, Kinder und alte Leute dabei haben.
Die Kelten belagern die Fluchtburg, da wird denn Einheimischen klar – lange können sie den Angreifern nicht widerstehen. Hastig beginnen sie das wertvollste, was sie besitzen zu vergraben, ihre Werkzeuge und Rohmaterialien, die Frauen auch ihren Metallschmuck. Das alles soll keinesfalls in die Hände der Feinde fallen. Kaum haben sie ihr Werk vollbracht, dringen die Kelten ein, der Widerstand der Einheimischen erlöscht spontan, denn die Angreifer töten ihre Gegner nicht, wie allgemein üblich. Nein, da sie kaum Beute finden, werden sie gefesselt und mitgenommen, für immer ohne Rückkehr.
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Ob das wahr sein kann?
Harzbewohner mitgenommen von den Kelten: nach Bayern, Gallien oder sogar über die Alpen, gehalten oder sogar verkauft als Sklaven. Solche Schlüsse lassen sich für die späte Eisenzeit durchaus ziehen, meint Dr. Erhard Cosack, der einige dieser latènezeitlichen Schutzburgen in den niedersächsischen Mittelgebirgen archäologisch untersucht hat, so im Deister bei Springe, den Negenborner Burgwall bei Einbeck, die Barrenburg bei Eidgassen, Springe und auch die Pipinsburg.




Es wurden in anderen Fluchtburgen ganze Werkstattausrüstungen gefunden, gut versteckt in mehreren Depots zu späteren Wiederabholung, blieben sie der Nachwelt als Zeugnisse erhalten. Auch gab es keine Anzeichen für Massaker, so dass nur der Schluss bleibt – die Menschen wurden als Beute mitgenommen.

Klimawandel und kein Ende

Aufgepeitscht von Ideologen wird weltweit für Klimaschutz demonstriert. Es sind vor allem junge Leute, die auf die Straße gehen und politische Veränderungen einfordern.

Sie wollen gegen „das Aussterben“ ankämpfen, was auch immer sie darunter verstehen. Die kindliche Greta Thunberg ist nun die Ikone dieser Bewegung. Sie ist ein gefundenes Instrument der Umwelt- Klima- und Multikulti-Ideologen. Jedoch versteht weder Greta noch ihre Jünger da Problem an sich. Immer wiederkehrende Phrasen werden gedroschen, jedes Hintergrundwissen fehlt.

Die westlichen Ideologen sehen jedoch in diesem Feld ein Mittel, die Marktwirtschaft und die derzeitige Demokratie zu zerstören, oder entsprechend ihrer Ideologie zu verändern.

Ob diese Ideologen das Wissen haben, die Klimaveränderungen real einzuschätzen, vermag ich nicht zu sagen, denke aber eher nicht. Daher einige Fakten zu dieser Thematik, die derzeit die Medien dominiert:

Bereits vor mehr als 350 Millionen Jahren begann sich die Landmasse zu entwickeln, die wir heute als Mitteleuropa bezeichnen; mehr als 300 Millionen Jahre davon herrschten in diesem Gebiet tropische und subtropische Klimaverhältnisse vor. Die Entwicklung von Flora und Fauna beeinträchtigte das nicht.

Zeitschleife von Lisa Berg aus dem Buch Harz-Geschichte, Teil 1
Zeitschleife von Lisa Berg aus dem Buch Harz-Geschichte, Teil 1

Dabei um- und überspülten immer wieder gewaltige Meere diese Landmassen.

Vor etwa 1,8 Millionen Jahren setzte dann eine Inlandvereisung ein, die wir als Eiszeit – Pleistozän – bezeichnen. Es entstanden dabei auch die beiden vereisten Pole, die zuvor eisfrei waren.

Über die Ursachen für diese Eiszeit gibt es verschiedene Theorien, jedoch war der Mensch dafür nicht verantwortlich, denn es gab ihn noch nicht.

Vor etwa 11.000 Jahren begann sich das Eis langsam zurückzuziehen. Wissenschaftlich betrachtet befinden wir uns jedoch noch immer in einer Warmzeit innerhalb einer Eiszeit, die solange anhält, wie ein oder zwei Pole mit Schnee und Eis bedeckt sind.

Jedoch ist auch das Eintreten dieser Warmzeit nicht auf menschlichen Einfluss zurückzuführen.

Für den Beginn der Eiszeit gibt es zudem verschiedene Zeitangaben, die älteste geht auf etwa 34 Millionen Jahre zurück als die Antarktis zu vergletschern begann.

Unsere Flora und Fauna in seiner heutigen Form begann sich erst nach dem Rückzug des Eises vor 11.000 Jahren zu entwickeln.

Weltuntergangs- oder Aussterbe-Szenarien bei einer weiteren Klimaerwärmung über 1,5 Grad sind daher an den Haaren herbeigezogen.

In der Geschichte der Erde war das Klima nie gleichbleibend: Es gab immer erhebliche Klimaschwankungen, Flora und Fauna entwickelten sich dennoch immer weiter.

Wir befinden uns in einer Warmzeit innerhalb einer Eiszeit. Diese wird wahrscheinlich weiter andauern, wie lange ist nicht vorhersehbar. Das alles geschieht in großen Zeiträumen. Sicherlich haben wir Menschen mit unserer Lebensweise einen gewissen Beitrag zur schnelleren Klimaerwärmung geleistet. Jedoch schreitet diese auch ohne uns und ohne unser Zutun voran.




Die Erde steht vor klimatischen Veränderungen. Und die Menschen, also wir alle, haben vergessen auf Klima, Wetter, Natur und Umwelt Rücksicht zu nehmen. Wir haben die Landschaft nach unseren Bedürfnissen „kultiviert“. Dafür werden wir alle zahlen müssen.

Jedoch helfen dabei keine Geld-Milliarden! Es muss ein generelles Umdenken stattfinden und Ehrlichkeit muss die Debatte bestimmen. Die deutschen, auch die europäischen Milliarden retten unser Klima nicht, sie helfen nur der Wirtschaft.

Deutschland und Europa kann die Welt nicht retten, brauchen sie auch nicht, denn die Erde wird nicht untergehen. Zumindest in absehbarer nicht!

Wenn Ehrlichkeit die Debatten bestimmen soll, so müssen wir global diese Themen diskutieren und auch Veränderungen herbeiführen. CO2 ist dabei das Debatten- und auch Demo-Thema Nr. 1. Wir können uns in Europa jedoch komplett abschaffen. Wenn wir die weltweite Bevölkerungsexplosion nicht in den Griff bekommen ist die Menschheit wirklich gefährdet. Von etwa 3 Milliarden in den 1960er Jahren haben wir uns in nur 50 Jahren verdoppelt; heute gibt es etwa 7,7 Milliarden Menschen. Wenn sich diese Entwicklung fortsetzt sind wir in 50 Jahren 14 Milliarden, ein Ende ist abzusehen.

Diese Debatte findet nicht statt: Stattdessen fordern insbesondere die Klima-Ideologen den Ausstieg aus den fossilen Energieträgern. In den Industrieländern, zu denen alle Länder dieser Welt werden wollen, ist Energie jedoch das Lebenselixier schlechthin.

Die Klimarettungsorganisationen wie „Friday for Future“ und andere noch radikalere Gruppen bestimmen dennoch derzeit die Medien. Jedoch haben sie nur Forderungen und keine Lösungen und auch wenig Hintergrundwissen. Vielen Politikern geht es wohl nicht anders. Unser Grünen-Chef Robert Habeck ist ein unglaublich sympathischer Mensch und zudem studierter Philosoph, von Natur- und Technikwissenschaften versteht er jedoch anscheinend recht wenig.

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Doch warum ist das so, warum versuchen grüne, linke und teilweise auch sozialdemokratische Kräfte hunderttausende Arbeitskräfte in der Energie- und Automobilindustrie zu vernichten? Denken diese Politiker und auch die jungen Demonstranten auch mal darüber nach, woher unser Wohlstand kommt und dass auch sie einmal einen Arbeitsplatz brauchen?

Ideologien sind wie Glaubensbekenntnisse und sie gehören zu unserer Demokratie. Dennoch muss es möglich sein, ohne politisch als unkorrekt abgestempelt zu werden, eine andere Meinung zu vertreten. Das wir derzeit jedoch immer schwieriger. Die Klimadebatte beherrscht, die Medien und auch die Politik, Kritiker sind unerwünscht und werden ausgegrenzt. Wer jedoch ausgegrenzt wird zieht sich zurück, oder aber er wendet sich radikalen Gruppierungen zu.

Jedoch haben die Klimaschützer keine tragbaren Konzepte und wenig Hintergrundwissen.

Wir sollen aus der Atomenergie und der Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen aussteigen und das möglichst schon in wenigen Jahren. Jedoch brauchen der Ausbau und die Speicherung der regenerierbaren Energien, also Wind, Sonne und Licht noch große Zeiträume um unseren ständig wachsenden Energiebedarf zu decken.

Wir bauen auf Elektroautos: Auf deren Ökobilanz möchte ich nicht eingehen, die ist bekannt. Jedoch reichen die Rohstoffe, die für die Herstellung herkömmlicher Akkumulatoren benötigt werden, nicht mal dafür, um eine Million Autos im Jahr damit zu versorgen. Doch allein VW baut pro Jahr wesentlich mehr Autos! Zudem sind wir dabei zu hundert Prozent von ausländischen Rohstoffen abhängig.

Die Braunkohle wird als CO2 Produzent verteufelt. Abgesehen davon das CO2 für die Klimaerwärmung absolut überbewertet wird fallen neben natürlich giftigen Stoffen wie Dioxine, Quecksilber, Schwefel und Treibhausgasen auch andere Stoffe an, auf die wir nicht ohne weiteres verzichten können. So entsteht bei den Verbrennungsprozessen, insbesondere durch die Entschwefelungsanlagen Gips. Gips ist ein vielgefragter Rohstoff und das nicht nur für die Bauindustrie. Schon heute gibt es Engpässe beim Gips, denn die Braunkohleverbrennung wird immer weiter zurückgefahren. Gips ist in der Natur ein Produkt geologischer Prozesse und kann – zum Beispiel im Südharz – auch abgebaut werden. Doch auch dagegen sind die Umwelt- und Klimaschützer. Woher soll also zukünftig der benötigte Gips kommen?

Wir verbrauchen für unser Leben und die Industrie für ihr Produktion ständig mehr Energie, da helfen auch energieeffiziente Geräte und Maschinen wenig.

Die Klimaschützer, die ständig demonstrieren, verkennen ihren eigenen Energieverbrauch und damit ihren CO2-Abdruck hingegen völlig. Sie reisen mit Verkehrsmitteln, die mit Energie aus fossilen Brennstoffen betrieben werden zu ihren Demos. Dort hinterlassen sie ein Müll- Caos. Zuvor verabreden sie sich über die sozialen Medien. Sie wissen wohl nicht, oder wollen es nicht wissen, dass Internet und Mobilfunk weltweit bereits mehr Energie verbrauchen als Luftfahrt und Schifffahrt zusammen.

Deutschland (k)ein Erfinderland von Bernd Sternal (Cover)

Wir könnten in Zukunft beispielsweise auf Atomenergie setzen: Nicht auf die herkömmlichen Kraftwerke, sondern auf Ionentriebwerke. Ich werde dies in einem nächsten Beitrag vorstellen. Deutsche Forscher, Wissenschaftler und Ingenieure waren und sind auf diesem Gebiet führend.

Schlicht und einfach: Wir sollten auf Technologie setzten nicht auf Verbote.

Wir haben ein Klimaerwärmung, keine Frage. Alle derzeitigen Klimamodelle sind jedoch Rechenmodelle und sie sind hypothetisch. Unser Planet ist in Milliarden von Jahren entstanden und er hat entsprechende Überlebensmechanismen entwickelt. Es besteht also keine Gefahr, dass die Erde demnächst untergeht oder alle Lebewesen incl. des Menschen aussterben werden. Ruhe und Gelassenheit sind gefragt: nicht das Verpulvern von hunderten Milliarden ohne Effekt und mit weiterem gesellschaftlichen Spaltungspotential.

Ehrlichkeit ist gefragt, kein Populismus, und auch kein Aktionismus. Die richtige Politik wäre, eine offene unideologische Debatte, begleitet von ständig neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen, ein Ausstieg aus klimaschädigenden Technologien in wirtschaftlich sinnvollen und machbaren Stufen.

Blinder Aktionismus und zunehmende Radikalisierung der Klimaschützer in Deutschland helfen der Erde nicht. Sie spalten zunehmend die Gesellschaft, schaden der Wirtschaft und damit unserem Lebensstandard. Zudem kann Deutschland die Welt nicht retten.

Es muss demzufolge ein Konsens zwischen allen gesellschaftlichen Schichten gefunden werden, damit die Demokratie nicht in Gefahr gerät.

Eine gute Nachricht für mich ist, obwohl ich ihr Klimaengagement schätze und anerkennen, dass Greta Thunberg den Friedensnobelpreis doch nicht erhält. Eine weise Entscheidung des Nobelpreis-Komitees.