Der gläserne Sportler ist Realität

Die deutsche Handball-Bundesliga wartet seit dem Start der Saison 2019/2020 mit einem interessanten Detail auf. Ein Computer-Chip, der in die neuen Trikots und Bälle eingenäht ist, macht den Sport digital und sorgt dafür, dass kein Detail des Spiels mehr verborgen bleibt. Die technische Weiterentwicklung ist für vieles im 21. Jahrhundert eine Herausforderung, so auch im Handball.

Der Chip erfasst das Tempo, die Anzahl der Pässe, die Wurfgeschwindigkeit sowie die Sprunghöhe der Spieler und stellt die dabei gewonnen Daten einer speziellen Software zur Verfügung. Damit werden alle Leistungsdetails der Spieler sichtbar.

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Die Favoriten haben bisher das Nachsehen

Im Mai 2019 gab die deutsche Handball-Bundesliga die zukünftige Verwendung dieser neuen Technologie bekannt, seit August dieses Jahres ist die Innovation bereits im Einsatz. Nun konzentriert sich alles auf die Jagd von Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt.

Doch weder der Geheimfavorit SC Magdeburg noch der von vielen Experten hoch gehandelte THW Kiel, sondern TSV Hannover-Burgdorf führte lange Zeit die Tabelle an. Zuletzt erreichte der Spitzenreiter beim Mittelständler HSG Wetzlar nur ein 25:25 (15:12), daher galten die Hannoveraner auch nicht als Favorit im nächsten Spitzenspiel gegen THW Kiel. So gaben beispielsweise die Buchmacher dem Team auf Betway nur eine Quote von 6,25 (Stand 15.11) auf einen Sieg in Kiel. Sie sollten Recht behalten. Der Tabellenführer verlor das Spiel ganz klar mit 32:23. Bisher kam die Überraschungsmannschaft jedenfalls mit der neuen Technologie am besten zurecht.

Schließlich gilt es auch hier, die Schranken im Kopf zu überwinden. Das Wissen, dass jede Bewegung aufgezeichnet, analysiert und kritisiert wird, ist schließlich keine Kleinigkeit und muss dementsprechend verarbeitet und akzeptiert werden. Der Mensch ist nun einmal ein Gehirn-Wesen, das Informationen speichert und damit umgehen lernt. Nur wer das Spielfeld mit klarem Kopf betritt, ist stark genug, seine volle Leistung zu erbringen.

Welche Erkenntnisse werden dabei gewonnen?

Die ersten Ergebnisse der Auswertungen überraschten wenig und bestätigten das, was man ohnehin schon wusste. Das Tempospiel des SC Magdeburg spiegelte sich auch in den Daten wider. Gleich drei Spieler des Teams schafften es in die Top 5 der schnellsten Spieler der Liga.

Positiv wurde von vielen Experten die reibungslose Integration der Technik gelobt. Bis auf einige Ballwechsel in den ersten Spielen gab es keine großen Probleme. Werte wie Laufdistanz, Geschwindigkeit, Wurfgenauigkeit und die Rotation des Balles sind nun öffentlich zugänglich. Möglich wird dies durch die Zusammenarbeit der deutschen Handball-Bundesliga mit einem Unternehmen, das auf die Erfassung und Auswertung von Echtzeitdaten spezialisiert ist. Der Vertrag läuft fünf Jahre lang, die Umsetzung der neuen Technologie hat rund fünf Millionen Euro gekostet.

Die Vorteile liegen auf der Hand. Auf der einen Seite erhalten die Vereine und ihre Trainer alle Leistungsdaten, die für die Weiterentwicklung der Spieler und des Trainings notwendig sind. Auf der anderen Seite stehen für die Aufbereitung der Spiele und deren Analyse in den Medien noch mehr Daten zur Verfügung, die eine Leistungsbeurteilung leicht machen und vollständige Transparenz sicherstellen. Fast 110 Jahre nachdem der Pionier Emil Mechau seinen ersten Filmprojektor dem Publikum vorgestellt hatte, ist der gläserne Sportler Realität geworden.

Drei Hersteller fehlen noch

Einen Wehrmutstropfen gibt es allerdings. Noch können die Computerchips nicht in allen Handbällen eingesetzt werden. Derzeit verwendet nur einer von insgesamt vier Herstellern den Chip, nur sechs Mannschaften der deutschen Handball-Bundesliga können den Ball daher in ihren Heimspielen einsetzen. Der Geschäftsführer der Liga versucht daher, nun auch die anderen Hersteller von der Sinnhaftigkeit der neuen Technologie zu überzeugen. Nur so können mittelfristig repräsentative Daten erhoben und verglichen werden.

Nach den bisherigen Erfahrungen hat sich gezeigt, dass die Zuschauer mehr an den Daten aus den Bällen, als an den Daten aus den Trikots der Spieler interessiert sind. Sie können die Echtzeit-Daten während der Spiele über die Homepage der deutschen Handball-Bundesliga oder über die Social-Media-Kanäle der Vereine mitverfolgen. Geplant ist zukünftig auch der Zugriff über die App der Liga.

Daten intelligent lesen

Für die Vereine bieten sich jetzt völlig neue Möglichkeiten an, die Spielweise ihres Teams zu analysieren und das Training an die Schwachstellen anzupassen. Das Wurfbild zeigt, wo die Spieler besonders gut, bzw. besonders schlecht treffen. Angriffs- und Abwehrformationen können analysiert und zur optimalen Vorbereitung auf Spiele genutzt werden.

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Ob der Einsatz dieser neuen Technologie dem deutschen Handball international Vorteile bringen wird oder nicht, bleibt offen. Das Tracking ist noch zu jung, um jetzt schon Mehrwerte ausmachen zu können. Das reine Messen der Daten wird zu wenig sein. Berühmte „Vorbilder“ in anderen Sportarten beweisen, dass Tempo und Laufleistung noch lange keinen guten Spieler ausmachen.

So läuft Fußball-Superstar Lionel Messi relativ wenig und Basketball-Legende LeBron James gilt überhaupt wie auf Spox berichtet als der langsamste Spieler in seinem Team. Sie beweisen, dass es im Sport auch auf Kreativität und Intelligenz ankommt, wenn es darum geht, an die Spitze zu kommen.

Keltische Slavenjäger im Harz

In den nord- und mitteldeutschen Mittelgebirgen gab es schon lange vor den mittelalterlichen Schutzburgen aus Stein ein Netz aus befestigten Fluchtburgen, die auf ausgewählten Höhenlagen angelegt wurden. Diese Standorte waren auch in den folgenden Jahrhunderten von strategischem Interesse und wurden daher, zum Teil mehrfach, überbaut. An diesen Standorten sind diese vorzeitlichen Fluchtburgen daher nur noch schwer nachzuweisen, am ehesten durch archäologische Grabungen. Dort wo diese Hinterlassenschaften noch erkennbar waren, beflügelten sie die Phantasie der Menschen und fanden ihre Erklärung in Sagen, Mythen und Legenden.

Heute, in unserer wissenschaftlich geprägten Welt, haben wir die Erkenntnisse gewinnen können, dass die Ursprünge dieser frühen Befestigungsanlagen in die späte Eisenzeit, die so genannte Latènezeit, einzuordnen sind. Von der Wissenschaft wurden bisher angenommen, dass es sich diesbezüglich um befestigte Höhensiedlungen gehandelt haben muss. Diese Höhenstandorte sind allerdings wenig geeignet für Siedlungszwecke, da sie unwirtlich und der Zugang zu ihnen fast immer sehr schwer zugänglich ist. Außerdem verfügen sie fast ausnahmslos über kein Wasser.

So lag, nach archäologischen Untersuchungen einiger dieser Befestigungsanlagen in den nord- und mitteldeutschen Mittelgebirgen, durch entsprechende interpretationsfähige Fundhorizonte, der Schluss nahe, dass Höhensiedlungen ausgeschlossen werden können. Nach Dr. Erhard Cosack, kann davon ausgegangen werden, dass diese Befestigungsanlagen als nördliche, keltisch beeinflusste Oppida anzusprechen sind, erbaut als Fluchtburgen, für die nahe liegenden Siedlungen. Als nördlichste davon wird die Pipinsburg bei Osterode angesehen.

Rekonstruktion der Pipinsburg bei Osterode. Gezeichnet von Wolfgang Braun.
Rekonstruktion der Pipinsburg bei Osterode.
Gezeichnet von Wolfgang Braun.

Das Szenario, dass von den Archäologen gezeichnet wird, könnte folgendermaßen ausgesehen haben:
Die Siedlungsbewohner am Fuße der Pipinsburg vernehmen das allen bekannte Alarmsignal einer Wache. Es besagt – die Kelten kommen – Eile ist geboten, um Bewohner sowie Hab und Gut in Sicherheit zu bringen. Hastig wird, mit allem was mit zunehmen ist, die Befestigungsanlage auf dem Nordhang der Osteroder Kalkberge aufgesucht. Der Weg dorthin ist beschwerlich, daher lassen die Dorfbewohner ihr Vieh zurück, in der Hoffnung bald wieder in ihre Siedlung zurückkehren zu können. Das sollte sich als Trugschluss herausstellen. Die Kelten, alles gestandene, erfahrene Krieger, suchen nach Beute und sie machen die Fluchtburg ausfindig. Die bietet zwar Schutz, ist aber auch schon von weitem auszumachen. Die Vorharzbewohner sind Bauern und Handwerker, sie können zwar mit Schwert, Dolch und Lanze umgehen, den kriegserprobten Kelten haben sie aber wenig entgegenzusetzen, zumal sie auch Frauen, Kinder und alte Leute dabei haben.
Die Kelten belagern die Fluchtburg, da wird denn Einheimischen klar – lange können sie den Angreifern nicht widerstehen. Hastig beginnen sie das wertvollste, was sie besitzen zu vergraben, ihre Werkzeuge und Rohmaterialien, die Frauen auch ihren Metallschmuck. Das alles soll keinesfalls in die Hände der Feinde fallen. Kaum haben sie ihr Werk vollbracht, dringen die Kelten ein, der Widerstand der Einheimischen erlöscht spontan, denn die Angreifer töten ihre Gegner nicht, wie allgemein üblich. Nein, da sie kaum Beute finden, werden sie gefesselt und mitgenommen, für immer ohne Rückkehr.
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Ob das wahr sein kann?
Harzbewohner mitgenommen von den Kelten: nach Bayern, Gallien oder sogar über die Alpen, gehalten oder sogar verkauft als Sklaven. Solche Schlüsse lassen sich für die späte Eisenzeit durchaus ziehen, meint Dr. Erhard Cosack, der einige dieser latènezeitlichen Schutzburgen in den niedersächsischen Mittelgebirgen archäologisch untersucht hat, so im Deister bei Springe, den Negenborner Burgwall bei Einbeck, die Barrenburg bei Eidgassen, Springe und auch die Pipinsburg.




Es wurden in anderen Fluchtburgen ganze Werkstattausrüstungen gefunden, gut versteckt in mehreren Depots zu späteren Wiederabholung, blieben sie der Nachwelt als Zeugnisse erhalten. Auch gab es keine Anzeichen für Massaker, so dass nur der Schluss bleibt – die Menschen wurden als Beute mitgenommen.

Reisevorbereitung – Dinge die einfach beachtet werden sollten

Die meisten Reisenden nutzen ihren eigenen PKW. Egal ob für einen kurzen Road Trip oder eine längere Urlaubsreise.  Damit die Fahrt entspannt und sicher verläuft, anbei einige Tipps, die vielleicht helfen können. Ganz am Anfang sollte immer die Planung stehen. Diese mag lästig erscheinen, erspart uns aber später viel Ärger und Zeit. Mit den digitalen Karten wie Google Maps und andere kann jede Route einfach geplant werden. Ganz entscheidend ist dabei, eine Ausweichsroute festzulegen, für den Fall das es zu einer Staubildung kommt. Gleichzeitig können so auch die Benzinkosten kalkuliert werden. Genügend Pausen sollten bei jeder Strecke eingeplant werden. Keinesfalls sollte der Zeitplan zu eng gestrickt werden. Lieber eine Stunde mehr, als Stress und Hektik auf den letzten Kilometern.

Ein Automobil für Liebhaber!

Sinnvoll ist es bei der Planung, Notfallrufnummern herauszusuchen. Pannendienst, Notruf und bei Bedarf auch ein Tiernotruf können bei Problemen oder Unfällen schnell weiterhelfen. Geht die Route in andere Länder, ist es ratsam für die Durchfahrtsländer eine Liste mit den wichtigsten Telefonnummern anzulegen.

Vor der Fahrt

Bei längeren Fahrten empfiehlt es sich, den Wagen kurz durchzuchecken. Licht, Bremsen und Reifen stehen dabei im Fokus. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, fährt für einen schnelle Prüfung in die nächste Werkstatt. Die Bremsflüssigkeit sollte alle 2 Jahre ausgetauscht werden. So genießen Sie einen sicheren und entspannten Road Trip und kommen am Ende mit Freude am Ziel der Träume an.

Genügend Schlaf und eine bequeme Fahrt

Bevor es in die weite Welt aufgeht oder in die nächste Stadt, sollte ausreichend geschlafen werden. Entspannend fangen Reisen besonders dann an, wenn die Fahrt am Morgen beginnt. Vermieden werden sollte es jedoch, am Abend oder in der Nacht zu starten.

Befinden sich Kinder im Auto sind kleine Snacks und Getränke, sowie Spiele für Unterwegs besonders hilfreich, um ein Kreischen und Schreien zu verhindern.

Ein besonders Merkmal liegt auf dem Gepäck. Schwere Gegenstände und Koffer sollten immer nach unten gepackt werden. Kommt es zu einem plötzlichen Bremsmanöver, fliegen die schweren Sachen nicht durch die Gegend. Achten Sie dabei auch darauf, dass keine Links- oder Rechtsneigung entsteht. Wichtige Sachen, wie das Warndreieck, Werkzeug oder der Erste-Hilfe-Koffer sollten immer frei liegen.

Am Lenkrad

Wer am Steuer sitzt, ist mit bequemem Schuhwerk gut beraten. High-Heels und Sandalen oder Schlappen sind natürlich ein No-Go. Zwar führen diese nicht zu einer Verletzung der Sorgfaltspflicht, noch müssen Autofahrer bei der Kontrolle mit einem Bußgeld rechnen, dennoch sind diese Schuhe für einen Road Trip ungeeignet. Bei einem Unfall kann es am Ende sogar Probleme mit der Versicherung geben.

Neben einem sicheren und bequemen Schuhwerk sollte gerade bei längeren Fahrten das Steuer auch einmal aus der Hand gegeben werden. Ein Ersatzfahrer ist dann sinnvoll, um ohne Hektik und entspannt ans Ziel zu gelangen.

Letzte Tipps

Für längere Fahrten sollten für das Handy immer ein Ersatz Akku dabei liegen. Bei Unfällen oder Staus kann das durchaus sehr hilfreich sein. Ähnliches gilt für die Kreditkarte. Achten Sie unbedingt darauf, dass eine zweite Kreditkarte (gesondert aufbewahrt) mitgenommen wird. Sollte die erste Karte gestohlen oder beschädigt werden, beeinträchtigt das nicht die weitere Reise. Und nun viel Spaß bei einem entspannten Road Trip.